Vortrag in der Kirche

Vortrag

 

„Buen Vivir“ – Das Recht auf ein gutes Leben:
Veranstaltung mit Alberto Acosta, Visionär, Ökonom, Politiker, und der Grupo Sal, Musik aus Lateinamerika, im Rahmen des Aktionsmonats „Gutes Leben? Für alle!“

Podium mit Sara Frey (alliance sud, CDE Bern), Verena Mühlberger (Greenpeace International) und Helena Nyberg (Incomindios und WILPF Schweiz)

Mittwoch, 13. Juni 2018, 19:30, Kirche Offener St. Jakob am Stauffacher, Zürich

Angesichts der vielfältigen Krisen der globalen Ordnung zieht die Debatte über den notwendigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft immer weitere Kreise, weltweit hat die Suche nach alternativen Gesellschaftsentwürfen Fahrt aufgenommen. Wie können wir ein Umdenken in unserer Gesellschaft fördern? Ist es möglich, gemeinsame Strategien zu entwickeln? Wie können dabei auch diejenigen profitieren, die am wenigsten zu diesen Krisen beigetragen haben und doch am stärksten von den Auswirkungen betroffen sind? Vor welche Herausforderungen stellt uns das? Welche Chancen bietet es uns? Was ist ein gutes Leben? Gemeinsam mit den Teilnehmenden und den Musikern der Grupo Sal begibt sich Alberto Acosta auf eine spannende Entdeckungsreise.

Alberto Acosta, international anerkannter Ökonom, Wissenschaftler und erfahrener Politiker und Visionär aus Ecuador, ist der bedeutendste Verfechter des Konzepts «Buen Vivir», das im traditionellen Wissen der indigenen Völker, dem «Sumak Kawsay», wurzelt. Acosta propagiert – neben einem Leben im Einklang mit der Natur – eine neue «Ethik der Entwicklung», ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens- und Politikstil. Er entwirft Szenarien einer gerechten Zukunft und stellt sie zur Diskussion.

Die Auseinandersetzung mit neuen Ideen und Konzepten, aus der Perspektive von Ländern und Völkern, die durch die Weltwirtschaftsstrukturen benachteiligt sind – und gerade auch die theoretischen Impulse indigenen Ursprungs – sind ein wichtiges Element bei der Suche nach Antworten für unsere Zukunft. Lösungsstrategien, die nur von den Industriestaaten kommen, werden allein nicht helfen – selbst wenn sie gut gemeint sind. Es ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine Frage der Vernunft, jahrtausendealte Anpassungsstrategien bei den Lösungen für unsere «modernen» Krisen miteinzubeziehen.

Mit den künstlerisch-musikalischen Interventionen der lateinamerikanischen Grupo Sal wird neben den thematischen Beiträgen ein ungewöhnlicher, sinnlicher Zugang zu diesen fundamentalen Fragen ermöglicht. Mit dem Gespräch zwischen Alberto Acosta und VertreterInnen aus der Zürcher Zivilgesellschaft und Politik wollen wir die Perspektive auch auf uns hier vor Ort richten: Woran können wir anknüpfen, was ist zu tun, was inspiriert uns?

Eintritt: Kollekte

Eine Kooperation von MAXIM Theater, Pfarrei St. Felix und Regula, Reformierte Kirche Aussersihl/Offener St. Jakob, Zürich
Mit finanzieller Unterstützung des Katholischen und Reformierten Stadtverbandes Zürich