„Beim Namen nennen“: Aktionstage zu geflüchteten Menschen vom 14. bis 20. Juni
Der Offene St. Jakob und andere Orte in Zürich stehen im Zeichen der 43‘000 Geflüchteten, die seit 1993 auf ihrer Flucht nach Europa gestorben sind. Weitere Details finden Sie unter www.beimnamennennen.ch
Aktion vom Montag, 14. Juni bis Freitag, 18. Juni:
Namen der verstorbenen Geflüchteten auf Stoffstreifen schreiben – schreiben Sie mit!

Auf dem Vorplatz und in der Kirche können von 13 bis 18 Uhr Namen der verstorbenen Geflüchteten auf Stoffstreifen geschrieben werden. Es gibt Interviews, Filme und ab dem 16. Juni eine Ausstellung zum Thema.
Podiumsgespräch am Dienstag, 15. Juni, 19 Uhr
Wie sind Frauen auf der Flucht geschützt?
Kein Schutz. Nirgends!
Manche von uns überlebten die sexualisierte Gewalt in unseren Heimatländern. Andere von uns haben auf der Flucht geschlechtsspezifische Gewalt überlebt.
Wenn die Staaten, wo wir Asyl beantragten wie in der Schweiz, unsere frauenspezifische Verfolgung und überlebte sexualisierte Gewalt nicht als Fluchtgründe anerkennen, bleiben wir patriarchaler Gewalt ausgeliefert. In Gefängnissen, in Flüchtlingscamps, in Bundesasylzentren, in der Illegalität wehren wir uns gegen staatliche patriarchale Gewalt. Wir schöpfen unsere Kraft dazu aus verschiedenen Ressourcen und Strategien. Wir organisieren uns und wir schützen uns selbst, manchmal kollektiv, manchmal allein.
Gemäss UNHCR sind weltweit nahezu 80 Millionen Menschen auf der Flucht: Die Hälfte davon sind Frauen (und Mädchen). In ihren Herkunftsländern, unterwegs und in der Schweiz sind Frauen geschlechtsspezifischen Erfahrungen von Unterdrückung, Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung ausgesetzt. Die von der Schweiz 2017 ratifizierte Istanbul-Konvention verspricht Schutz. Auch die Anerkennung eschlechtsspezifischer Fluchtgründe im Asylverfahren ist im Gesetz verankert. Doch die Praxis sieht anders aus. Frauen erleiden Übergriffe und müssen um ihre Rechte kämpfen. Welche Forderungen ergeben sich daraus an die Politik?
Mit Fana Asefaw (Kompetenzzentrum Trauma und Migration), Georgiana Ursprung (Brava, ehemals Terre des Femmes), Nekane Txapartegi (Aktivistin), Noëmi Grütter (Sao Association, Sexuelle Gesundheit Schweiz), Thamina Tagizade (Aktivistin)
Moderation: Helene Aecherli (Journalistin)
Theater am Mittwoch, 16. Juni, 19.30 Uhr
Mittelmeer-Monologe
Die Monologe erzählen von Menschen, die den riskanten Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen, in der Hoffnung, in Europa in Sicherheit leben zu können. Von libyschen Küstenwachen, Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Alarmphone statt.
Diskussion am Donnerstag, 17. Juni, von 18.00 bis 20.00 Uhr
«Meine Flucht – Warum macht die Schweiz meinen Weg hierher so lebensgefährlich?»
Diskussionsrunde mit geflüchteten Menschen, welche ihre Fluchterfahrungen teilen.
Aktion «Beim Namen nennen» am Samstag, 19. Juni, ganztags ab 8 Uhr
Ab 8.00 bis 16 Uhr: Aufbauen der Gedenkinstallation bei der Wasser- und der Frauenkirche.
Ab 16.00 Uhr: Reden mit Raphael Golta, Roksan Kasem, Rahim Mohammadzadeh, Amine Conde und Verena Mühlethaler, Musik auf der Ratshausbrücke.
Interreligiöser Gedenk-Gottesdienst am Sonntag, 20. Juni, 10 Uhr
Mit Beteiligten aus verschiedenen Kulturen, Kirchen und Religionen werden wir unsere Aktionswoche abschliessen. Mit Pfrn. Verena Mühlethaler, Christoph Albrecht (SJ), Pfr. Christoph Sigrist, Imam Kaser Alasaad und weiteren (geflüchteten) Menschen.
Bildquelle: Unsplash.com/@blackpoetry















